Diem-Broschüre

„Dein Wort ist die rechte Lehre“ – so lautet der Titel einer Broschüre über Diems Zeit in Ebersbach.

Gottes Wort muss Richtschnur für alles Handeln der Kirche sein, besonders gegenüber dem Staat, diese Überzeugung konnte Diem auch der Ebersbacher Gemeinde vermitteln, die ihn in weiten Teilen unterstützte. Hermann Diem und die Sozietät hielten sich treu an die Barmer Thesen von 1934 und mahnten dies immer wieder bei der Württembergischen Kirchenleitung an. Die ambivalente Haltung des Landesbischofs Wurm gegenüber dem Staat stieß darum oft auf die Kritik der Sozietät; schließlich sprach Diem dem Oberkirchenrat und dem Landesbischof die „geistliche Autorität“ zur Leitung der Landeskirche ab. Wie viele andere Sozietätler verweigerte er den von der Kirchenleitung geforderten „Treueid auf Hitler".

Diem gehörte zur „Pfarrhauskette“, im Ebersbacher Pfarrhaus waren Juden versteckt worden, und zu Ostern 1943 verfasste Diem den „Münchener Laienbrief“, in dem er seine Kirche aufforderte, sich öffentlich für das Unrecht an den Juden einzusetzen. 1957 wurde Hermann Diem Ordentlicher Professor an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Tübingen.

Die Broschüre "Dein Wort ist die rechte Lehre" von Helga Wittler-Morgen ist erhältlich bei:

Ev. Kirchengemeinde Ebersbach
Büchenbronner Straße 34
73061 Ebersbach

Email: gemeindebuero.ebersbachdontospamme@gowaway.elkw.de